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Morley, Mozart und Modernes (OVB vom 16.1.2019)

Komponist Walther Prokop (Mitte),dem Rainer Heilmann (rechts) applaudiert, freute sich sichtlich, seine Musik so mitreißend gespielt zu hören. janka

 Wasserburg – Rainer Heilmann und sein Orchester „Die Arche“ führen nicht nur schon seit 30 Jahren junge Musiker an die großen klassischen Orchesterwerke heran, bieten nicht nur jungen Solisten ein Podium, sondern kümmern sich auch um moderne Musik: Als Eingangsstück spielte das Orchester „Good Morning, Mr. Morley! Vier elisabethanische Miniaturen für Orchester“ von Walther Prokop.

In diesem Werk verarbeitet der Rosenheimer Komponist Lautenstücke aus der englischen Renaissance von Thomas Morley für großes Orchester, weckt damit die Musik von Thomas Morley auf, verlebendigt und verheutigt sie. Und wie ein Weckruf wirken die knallenden Pauken- und Beckenschläge und Trommelwirbel, die ständigen Wechsel von Streichern und Holzbläsern, die Rhythmuswechsel von tänzerischen Passagen bis zum Marsch, aber auch bis zur träumerischen Elegie und einer Air mit ätherischen Geigenklängen in hoher Lage. Es ist eine farbenfrohe Musik mit ironischem Augenzwinkern und fröhlicher Grundhaltung. Der anwesende Komponist freute sich sichtlich, seine Musik von Rainer Heilmann so emphatisch wiedergegeben zu hören.

 Die in Wasserburg aufgewachsene Pianistin Johanna Bufler machte mit den ersten Tönen klar, dass sie im „dramma per musica“ des d-Moll-Konzertes von Mozart die Hauptrolle hat. Sofort schafft sie sich eine eigene Aura und entwickelt einen dynamischen und dramatischen Sog mit spannenden Wechseln zwischen bedachtsam-verinnerlichten und hochdramatisch dreinfahrenden Passagen, bebt förmlich vor aufstampfender Energie, die sich selbst in den klug disponierten Vorschlägen beim Seitenthema des Kopfsatzes und in den widerspenstigen Synkopen zeigt sowie auch im Schluss-Rondo, dessen Thema sie sehr frei artikuliert.

Die „Romance“, den wundervollen Mittelsatz mit seiner paradiesischen Innigkeit, nahm Bufler in schwingendem Rhythmus eher irdisch in kraft- und ausdrucksvollem Ton – als wenn alles vom trotzig auftrumpfenden Moll-Mittelteil infiziert wäre. Hier überzeugten die Geigen mit singendem Ton. Im Orchester hörte man, wie schwer Mozart zu spielen und wie diffizil die Balance zwischen Streichern und Bläsern herzustellen ist, zumal wenn die Hörner und Holzbläser nicht immer ganz sauber spielen. Aber immer stimmten der musikalische Grundimpuls und der Impetus.

„Opern-Hit“ von Georges Bizet

Was für die Galerie waren dann die abschließenden „Carmen-Suiten“, die Hit Liste der Opernmusik von Georges Bizet. Nach dem krachenden und tubadrohenden Beginn gab es ein schönes Duett zwischen der Flöte und der Klarinette, bevor die Toréadores mit Krachbumm einziehen. Einzelne Instrumente konnten sich gut profilieren, so vor allem die Trompete im „Chanson du Toréador“ und die grellkichernden Piccolo-Flöten im „Danse Bohême“.

Was Modernes, was Klassisches und was Populäres: Rainer Heilmann, der auch hier wieder mit vollem Körpereinsatz dirigierte, hat für das Konzert ein abwechslungsreiches Programm gestaltet und gezeigt, was begeisterte junge Orchestermusiker leisten können, wenn sie so mitreißend motiviert werden

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