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Amerikanische Gäste beim Orchester DIE ARCHE

Bad Aibling – „Die gemeinsame Sprache ist nicht englisch oder deutsch, sondern vor allem die Musik“, das waren die Worte von Lisa Homann, Leiterin des Musik High School String Orchestra aus Monreo, Connecticut. Im Rahmen des Austausches gaben die beiden Orchester ein gemeinsames Konzert im Aiblinger Seniorenzentrum Novalis.

Dieses Schulorchester war zu Gast beim Rosenheimer Jugendorchester „Die Arche“.

Lisa Homann, gebürtige Deutsche, erzählte temperamentvoll von ihrem Leben als Musiklehrerin in den USA, wo der Musikunterricht völlig anders organisiert ist als in Deutschland. Die Kinder und Jugendlichen bekommen keinen privaten Einzel-Instrumentalunterricht wie hierzulande üblich. Damit werde die schulische Orchesterarbeit wesentlich erschwert. Aber Lisa Homann beweist: Es geht trotzdem. Mit sehr viel Engagement.

Die beiden jugendlichen Orchester boten eine Reise durch die Musikgeschichte vom Barock bis zur Gegenwart. Den Auftakt machte das Gastorchester mit einem Konzert von Vivaldi, dem ersten Satz aus Bachs Violinkonzert a-Moll (als Solist: Wenjay Lim) und einer interessanten thematischen Bearbeitung von Beethovens 7. Symphonie.

Mit symphonischen Glanz auf hohem Niveau überzeugte sodann die „Arche“ mit der beeindruckenden Interpretation der berühmten 7. Symphonie von Franz Schubert, der „Unvollendeten“.

Nach der Pause vereinten sich die beiden Ensembles zur klangschön gespielten Capriol-Suite des englischen Komponisten Peter Warlock.

Weitere amerikanische Komponisten des 20. Jahrhunderts brachten die jungen Musiker aus Connecticut dem Publikum näher: War Bernstein („I Want To Be In America“) noch allen bekannt, so hörten wohl die meisten Besucher Komponisten wie Jeremy Woolstenhulme und Kirt N. Mosier zum ersten Mal. Zum krönenden Abschluss begeisterte die von beiden Orchestern gemeinsam gespielte Filmmusik zu „Pirates Of The Carribean“ von Klaus Badelt. Der nicht enden wollende rhythmische Applaus zwang die Musiker geradezu zu einer kleinen Wiederholung als Zugabe.

„Rosenheim und Monreo – beide Städte können sich glücklich schätzen, Musikpädagogen wie Lisa Homann und Rainer Heilmann zu haben, die diesen für die jungen Leute bereichernden Austausch und das gelungene Konzert mit viel Arbeit und Herzblut möglich machten“, waren sich alle Beteiligten einig.

(OVB vom 21.04.2016)

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